Am 22./23. Januar fand in der Tiefgarage von Saas-Fee der alljährliche Ice Climbing Worldcup statt. Samuel und ich schafften es nicht an die Erfolge der letzten Jahre anzuknüpfen. Mit dem Ausscheiden von Samuel in der Qualifikationsrunde und meinem 13.Schlussrang lagen wir unter den Erwartungen vieler Zuschauer. Doch für uns persönlich war klar, dass ein Sieg wie 2008 nicht zu erreichen war. Wir haben uns im letzten Jahr hauptsächlich auf die Erstbegehung am Jasemba konzentriert. Dies hat viel Motivation und Energie gebraucht. Deshalb haben wir uns kaum auf den Ice Climbing Worldcup in Saas-Fee vorbereitet. Trotzdem haben wir teilgenommen und es war interessant die Konkurrenz und alte Freunde wiederzutreffen. Stolz sind wir, dass unsere Freunde Patrik Aufdenblatten und Andreas Steindl den Vierten und Zwölften Schlussrang erkletterten.
Die Entwicklung im Ice Climbing Worldcup sehen Samuel und ich ein wenig skeptisch. Hat diese Disziplin das Potenzial zu einem Wettkampfsport wie das Sportklettern? Sind die klassischen Verbandsstrukturen fördernd für diese Disziplin? Gibt es genügend Nachwuchs? Kann sich der Zuschauer noch mit dem Eisklettern identifizieren, wenn er den Athleten auf den Kunstwänden zuschaut? Wir wissen es nicht. Aber die Zukunft wird es zeigen. Jedenfalls haben wir an den Eiskletterwettkämpfen gelernt, was mit der heutigen Eisausrüstung möglich ist. In Zukunft konzentrieren wir uns mehr auf alpine Projekte, was nicht heissen soll, dass Samuel und ich nie mehr an Wettkämpfen mitmachen werden.
Simon Anthamatten
Mehr Infos: www.iceclimbingworldcup.ch
Photos: Vasco Counthino
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